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21.10.2017

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12.02.16 10:42

Video Waka waka - komm mit nach Afrika!

Freunde von uns haben einen neuen, schönen, tollen Video Clip mit dem Lied: "Waka...

12.01.16 11:09

Singen ist die beste Medizin

Beitrag im Deutschlandfunk: Singen - Die universelle Sprache der Menschheit

20.08.15 12:40

Offener Brief bzgl. Absage !SING DAY OF SONG

Offener Brief zur Weiterführung nach Absage !SING DAY OF SONG vom Juni 2015 durch die Ruhr...

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Aufruf

Initiative Singen in Kindergärten und Grundschulen

Für ein Bündnis der Generationen

Singen ist als sehr viel bedeutsamer einzuschätzen, als man bisher glaubte. Kinder, die in ihrem Alltag unbekümmert und absichtslos singen, haben mehr Chancen im Leben. Das zeigen neueste wissenschaftliche Untersuchungen: alltägliches Singen - spielerisch, bewegungsorientiert, freiwillig, als direkter Ausdruck der eigenen Gefühle – ist für gelingendes individuelles und soziales Leben von der Kindheit bis ins Alter eine durch nichts anderes gleichwertig zu ersetzende Ressource. Singen ist Balsam für die Kinderseele und Kraftfutter für ihre Gehirnentwicklung. Dabei geht es um ein psychophysisch gesundes, musikantisches und alltagstaugliches Singen jenseits von Bewertung. Um ein Singen als Selbstbegegnung und als friedliche Gemeinschaftserfahrung. Lord Yehudi Menuhin sagte: „Singen ist die eigentliche Muttersprache des Menschen“. Singen ist nach allem, was wir heute wissen, für die Entwicklung der Fühlfähigkeit ebenso wichtig wie die Sprache für die Entwicklung der Denkfähigkeit. Es fördert die sozialen Bindekräfte. Die Fähigkeiten zu singen und zu sprechen wirken komplementär. Singen gehört wie Sprechen zum ganzen Menschen. Es ist zur Entfaltung all seiner Potenziale, ohne die er die Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft nicht friedlich lösen kann, unverzichtbar. Denn tägliches Singen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen fördert

  • ihre Lebensfreude, eine optimistische Lebenshaltung und ihre Glücksfähigkeit;
  • ihr Vertrauen ins Leben, ihr Sozialvertrauen, ihr Selbstvertrauen, ihre Tatkraft;
  • ihre psychische und physische Gesundheit über den ganzen Lebensbogen;
  • ihre körperliche Entwicklung insgesamt und ihre koordinativen Fähigkeiten;
  • ihre Hirnentwicklung und Hirnfunktionen und besonders ihre Lernmotivation;
  • ihre Sprachentwicklung, was besonders wichtig ist für die Verbesserung der Chancengleichheit von Kindern aus unterprivilegierten Schichten;
  • im Kindergartenalter ihre Entwicklung auf allen Ebenen hin zur Schulreife;
  • ihre kognitive Entwicklung, ihre Konzentrations- und Lernfähigkeit;
  • ihre emotionale Intelligenz, ihre Widerstandskraft im Alltag, ihre Ausgeglichenheit und besonders ihre Fähigkeit zu Empathie, Mitgefühl und Toleranz;
  • ihre Fähigkeiten, Aggressionen und andere negative Gefühle - wie vor allem die epidemisch sich ausbreitende Angst - konstruktiv durch Singen zu wandeln;
  • ihre allgemeinen Sozialfähigkeiten und Friedfertigkeiten, vor allem ihre Toleranz, ihr Verantwortungsgefühl, ihre Hilfsbereitschaft und ihren Gemeinschaftssinn;
  • ihre kommunikativen Fähigkeiten und besonders ihre Beziehungsfähigkeit.

Doch im Gegensatz zu all dem fristet Singen im heutigen Alltag tatsächlich nur noch ein Schattendasein. Wir brauchen deshalb eine Wende hin zur Musikalisierung der Pädagogik und der Gesellschaft durch Singen. Singen als Lebensgestaltung gehört auch zur notwendigen Schulreform. Es besteht dringender Handlungsbedarf, vor allem im Interesse unserer Kinder. Auch wenn der Einzelne in der Regel nicht wegen dieser Wirkungen des Singens singt, so sind sie doch wichtige bildungspolitische Gründe. Es ist eine bedenkliche Tatsache, dass

  • heute nur noch die wenigsten Kinder in Deutschland Singen als Alltagsverhalten gelernt haben, wodurch ihre Entwicklungsmöglichkeiten stark eingeschränkt sind;
  • heute nur noch maximal 20% der Erzieherinnen und noch weniger Lehrer Kinder zum Singen begeistern können, weil sie es selbst nicht mehr gelernt haben.

Denn seit 40 Jahren wurde das Singen schrittweise und weitestgehend aus der Kindergarten- und Grundschulpädagogik gestrichen und ist im Alltag der Menschen als Lebensausdruck verkümmert. Auch deshalb, weil es in der Nazizeit zur Manipulation missbraucht wurde. Das Singen ist nicht das Problem. Denn alles, was brauchbar ist, ist auch missbrauchbar. Doch war durch diese Erfahr-ung in der Nachkriegszeit der Blick für die grundlegende Bedeutung des Singens für gelingendes Leben verstellt. Heute jedoch verfügen wir über wissenschaftliche Erkenntnisse. Entsprechend gibt es viel hoffnungsvolles zu tun. Deshalb fordern die Unterzeichnenden: das Erlernen des Singens als Alltagsfähigkeit im oben genannten Sinn muss als ein Teil des Rechts auf Bildung anerkannt und in den entsprechenden Ausbildungsrichtlinien von Erzieherinnen und Lehrern angemessen berücksichtigt werden. Dies wird allerdings erst mittelfristig wirken. Schon heute sind einige Initiativen zur Förderung des Singens zu begrüßen. Doch erreichen sie bisher nur einen kleinen Teil der Kinder. Hier kann bei allem anderen Sinnvollen ein Bündnis der Generationen entscheidend weiter helfen. 

Deshalb rufen wir alle, die sich berufen fühlen, zu einer Generationen verbindenden Singinitiative für unsere Kinder auf. Ziel ist dabei, für jeden Kindergarten und für jede Grundschule eine starke Gruppe von Seniorinnen und Senioren zu gewinnen, die gerne singen und als Singpaten ehrenamtlich die Kinder zum Singen begeistern. Bei ca. 50 000 Kindergärten in Deutschland und entsprechend vielen Grundschulen heißt das weitgesteckte Ziel: 500 000 Singpaten. Bei fast zwei Millionen älteren Chormitgliedern in Deutschland, die selbst nicht mehr aktiv im Chor mitsingen, scheint dieses Ziel erreichbar. Gute Erfahrungen mit Singpaten in einer Testphase von mehren Jahren mit mehr als 100 Kindergärten und Grundschulen bestärken unseren Optimismus. Der Generationen verbindende Ansatz hat viele positive Effekte für alle Beteiligten. Das Engagement von Singpaten soll aber niemals die notwendige musikpädagogische Qualifizierung von Erzieherinnen und Lehrern sowie den Einsatz von Musikpädagogen in den Bildungseinrichtungen ersetzen. Ihr Beitrag ist grundsätzlich ergänzend.

Mit dem Aufruf möchten wir das Thema in die Öffentlichkeit tragen. Die Unterzeichnenden fühlen sich verantwortlich, alles ihnen Mögliche zu tun, das Singen vor allem erst einmal in Kindergärten und Grundschulen zu fördern, ihre Projekte im Interesse der Kinder zu koordinieren und jede sinnvolle Kooperation anzustreben.

Die Unterzeichnenden laden alle Interessierten ein, sich für das Singen in Kindergärten und Grundschulen zu engagieren und ihre Arbeit zu vernetzen, auf dass eine friedenstiftende Bewegung hin zur Musikalisierung der Gesellschaft durch Singen entstehen kann.

Jeder ist willkommen: als Unterzeichner des Aufrufs oder praktisch als Förderer, als Singpatin oder Singpate, als Erzieherin, als Kindergartenträger, als Lehrer oder Schulträger etc. Damit das Singen im Alltag von Kindern und in der Gesellschaft wieder Bedeutung erlangt, bauen wir ein Netzwerkes aller diesbezüglichen Praxisprojekte auf. Wer mitmacht, kann seine Aktivitäten für die Förderung des Singens von Kindern auf unserer Website der Öffentlichkeit präsentieren.

Fühlen Sie sich willkommen, diese Arbeit besonders auch in Kindergärten und Grundschulen sozialer Brennpunkte mit einer steuerlich absetzbaren Spende zu fördern. Oder auf andere nützliche Weise.

 Zum Unterschriftenformular

Initiatoren der Initiative:
Dr. phil. Dipl. Päd. Karl Adamek, (Musikpsychologe,  www.karladamek.de)
Dr. Thomas Blank (Soziologe, Universität Münster)

Kontakt:
Initiative Singen in Kindergärten und Grundschule  info(at)initiative-singen(dot)de 

 Hardy Schumacher 
Johannisberg 87, 51503 Rösrath
Tel: +49 (0)2205 9477540
Fax: +49 (0)2205 9477680
Mobil: +49 (0160) 96569906
(2. Vorsitzender, Geschäftsführer
Il canto del mondo e. V.